Von: RB

Happy đŸŽó §ó ąó „ó źó §ó ż Birthday

Happy đŸŽó §ó ąó „ó źó §ó ż Birthday

Manchmal wenn ich nachts nicht schlafen kann, fange ich an „Ehemalige“ aufzuzĂ€hlen. Brasilien 1958+1970, England 1966, Deutschland 1974+1990, Argentinien 1978 und Italien 1982+2006 sind meine absoluten Favoriten. Nicht immer gelingt es mir die 88 Spieler auswendig Revue passieren zu lassen. Am wenigsten MĂŒhe habe ich mit der siegreichen englischen Elf von 1966. Queen Elisabeth fiel damals die Ehre zu, Englands Helden zu „Sirs of the British Empire“ zu schlagen. Zum 60-jĂ€hrigen JubilĂ€um will ich ihre Namen all jenen in Erinnerung rufen, die mit der Wette „England Weltmeister“ sechs Wochen lang durch das Inferno gehen mĂŒssen.

Gordon Banks; George Cohen, Bobby Moore, Jack Charlton, Ray Wilson; Alan Ball, Nobby Stiles, Bobby Charlton, Martin Peters; Geoff Hurst und Roger Hunt.

Das Schicksal wollte es so, dass 60 Jahre danach nur noch einer der einst Geadelten am Leben ist: Sir Geoff Hurst! Ihm war es vergönnt, im Finale 66 das Leder dreimal in den Maschen zu versenken. Dank seines unvergessenen Wembley-Tores war er lebenslĂ€nglich mit der Frage konfrontiert, ob der Ball nun vor oder hinter der Linie aufgesprungen war. „Yes I‘m sure, die Kugel war drin“, hat er stets zu Protokoll gegeben. Sie war es nicht, wie sich Jahre spĂ€ter dank neuer Technik herausstellen sollte. Der helvetische Schiedsrichter Dienst und der russische Linesman Bachramov hatten sich zum Leidwesen Deutschlands geirrt. Am Tag danach titelte die „Bild“ auf ihrer Frontseite: „Auch Schweizer können sich irren; aber warum jedesmal bei uns“ 😎

Es ist bis heute Englands einziger Titel an wichtigen Turnieren geblieben. Schon erstaunlich bei der Dominanz ihrer Premier League. Die selbsternannten Erfinder des Fussballs versuchten es zwar immer wieder, doch ihr Versagen vom Elfmeterpunkt oder die unsichtbare Hand Gottes liessen die oft zitierte Wahrscheinlichkeits-Rechnung fehlschlagen. 2026 soll sich das Blatt endlich wenden. Dass an der Linie mit Thomas Tuchel ausgerechnet ein Professor aus deutschen Landen steht, der sich nicht scheute, Stars wie Palmer und Fodden zuhause zu lassen, macht die Sache noch interessanter. Viele unserer TraumtÀnzer werden auch dieses Mal an ihrer unheilvollen Prophezeiung festhalten. Aus Fehlern zu lernen war nie ihre StÀrke. Lieber ziehen sie das Ding bis zum bitteren Ende durch. Göttin Fortuna möge ihnen beistehen.